Hundeschule Thurgau

Von «Ich will keinen Hund» zu «Nie mehr ohne».

Eine persönliche Story von Andi & Ayka aus der Region Frauenfeld, Weinfelden und Kreuzlingen.

Ayka steht in einer blühenden Bergwiese

Warum hier eine persönliche Story steht

Weil ich dir das «Hätte ich das alles schon von Anfang an gewusst» ersparen möchte.

Vielleicht kennst du das: Hund – ja oder nein? Falls ja: willkommen. Falls nein: Lies trotzdem kurz weiter. Wenn’s nichts nützt, so schadet’s nichts. Zehn Minuten haben wir alle schon ganz anders im Internet versenkt. Stimmt’s oder habe ich recht?

Transparenz: Das ist meine persönliche Erfahrung – und ja, auch meine persönliche Empfehlung. Ich verlinke hier bewusst auf Inhalte der Hundeschule Tandem, weil sie bei uns den Unterschied gemacht haben.

Unsere Geschichte

Ayka als Welpe auf dem Arm

Ich wollte immer einen Hund – und sagte trotzdem jahrelang «nein»

Ich schreibe diese Story aus einem einfachen Grund: Ich hätte vieles gerne früher gewusst. Nicht, weil wir es «falsch» gemacht haben – sondern weil ich am Anfang unterschätzt habe, wie sehr ein Hund den Alltag umkrempelt.

Ich wollte seit Kindesbeinen einen eigenen Hund. Bei meinen Eltern gab es nie einen – Zeitgründe, hiess es. Später kamen neue Gründe dazu: Arbeit, Familie, ein Kopf voll To-do’s. Ich bin seit rund 25 Jahren Unternehmer im IT-Bereich, habe zwei Söhne (heute 15 und 12) und ein dicht gefülltes Leben.

Als gegen Ende der Corona-Zeit am Familientisch das Thema Hund immer wieder aufploppte, war ausgerechnet ich der Bremser. Ein Hund ist nicht nur «herzig» – ein Hund ist Alltag. Ein Jahrzehnt Alltag. Ein «Ja» am Küchentisch ist später auch ein «Ja» am Montagmorgen um 06:30 Uhr, wenn’s draussen regnet und die Laune eher … sagen wir … ausbaufähig ist.

Ayka als Welpe am Wassernapf

Ayka kommt – und plötzlich ist alles … anders

Irgendwann sagte ich trotzdem: Okay. Mir machets. Wir entschieden uns für eine Hündin, 75 % Berner Sennenhund und 25 % Golden Retriever. Mit zehn Wochen kam sie zu uns: Ayka.

Wir mochten Hunde – aber ehrlich: Wir waren Newbies. Und so kam die klassische Welpenphase: viel Herz, viel Chaos, viel «hä – was war das jetzt?».

Ayka ist eher zurückhaltend, vorsichtig, manchmal unsicher. Und genau da beginnt’s: Unsicherheit beim Hund ist nicht einfach «ist halt so», sondern häufig ein Ruf nach Orientierung. Und Orientierung gibt’s nicht durch 1000 Worte – sondern durch Klarheit.

Eines unserer grössten Themen wurde die Leinenführigkeit. Mehr als einmal dachte ich: «Bin ich der einzige Hundehalter in der Schweiz, bei dem das nie besser wird?» Man liest Tipps, schaut Videos, macht «ganz sanft», macht «ganz konsequent» – und irgendwie geht’s trotzdem nicht so, wie man’s sich erträumt hat.

Ayka als Junghund liegt auf dem Boden Ayka liegt im Gras bei Sonnenuntergang Einer der Söhne mit Ayka in den Bergen

Und das Fiese daran: Draussen siehst du oft nur die «fertigen» Teams. Die Leute, bei denen’s scheinbar einfach läuft. Du siehst nicht die Monate davor. Und nicht den inneren Monolog: «Mache ich etwas falsch? Ist mein Hund speziell?» Spoiler: Meistens ist es weder der Hund noch du – sondern einfach fehlende Anleitung.

Junge Ayka steht auf einer Wiese

Welpenschule – gut gemeint, aber wir brauchten etwas anderes

Wir besuchten eine Welpenschule in der Region. Das war okay – aber nicht das, was wir brauchten. Das Problem war nicht, dass Ayka «nichts konnte». Das Problem war, dass wir als Familie nicht wussten, wie wir sie so führen, dass sie sich an uns orientieren kann.

Führung heisst bei einem unsicheren Hund nicht «dominant sein», sondern Sicherheit geben: «Ich regle das. Du musst nicht alles selber entscheiden.»

Ich hatte Phasen mit Frust, Überforderung und Zweifel. Spaziergänge waren zeitweise eine Dauerbaustelle. Ich war so auf Ayka fokussiert, dass ich dachte, ich könne nie wieder entspannt mit jemandem zusammen laufen.

Der Wendepunkt

Ayka im Schnee vor verschneiten Bergen

Fichtlmeier – und endlich Klarheit, die Ayka versteht

Irgendwann legte uns ein Bekannter ein Buch auf den Tisch: «Der Hund an der Leine» von Anton Fichtlmeier. «Lies das mal. Das ist ein anderer Ansatz. Und es gibt bei euch in der Nähe eine Hundeschule, die danach arbeitet.» Genau so landeten wir bei der Hundeschule Tandem in Mettendorf.

Gerry Girard ist die Trainerin, mit der wir die Fichtlmeier-Methode praktisch gelernt haben: ruhig, klar, viel Körpersprache, wenig Worte. Nicht «mal so, mal so», sondern Regeln, die so klar sind, dass der Hund sie lesen kann. Angenehm binär – richtig oder falsch, passt oder passt nicht. Nicht als Druck, sondern als Orientierung.

«Mehr wollen, weniger müssen.»

Das Credo, das bei uns wirklich wirkte: Motivation statt Druck. Und wo’s passt, mit dem Tauschkonzept – Kooperation statt Machtkampf.

Mehr zur Methode

«Nach zwei, drei Minuten hörte Ayka besser auf Gerry als je zuvor auf mich.»

Der Schlüsselmoment

Das war nicht schlimm. Das war befreiend. Weil ich in dem Moment verstanden habe: Da ist jemand, der spricht die Sprache, die Ayka versteht. Und diese Sprache kann man lernen.

Ayka sitzt auf einem frostigen Feld Ayka liegt am Feldweg und schaut in die Landschaft Ayka tobt mit einem Ast im Schnee

So ging’s weiter

Zuerst Junghunde, später Erwachsene Hunde – und immer wieder: üben, nachjustieren, dranbleiben. Ein Tandem im wahrsten Sinn.

Ayka sitzt aufmerksam am Feldrand

Obligatorischer Hundekurs im Kanton Thurgau

Ganz pragmatisch gehört im Thurgau auch der obligatorische Hundekurs dazu: Wer einen Hund hält, muss innerhalb eines Jahres einen anerkannten praktischen Kurs besuchen. Viele sehen das als lästige Pflicht. Ich sehe es als sinnvollen Einstieg: Struktur, Basics, schneller Gewinn im Alltag.

Wir haben den Kurs bei Tandem gemacht. Die zehn Lektionen lassen sich flexibel absolvieren, als Einzelstunden, in der Welpengruppe oder in einer Erziehungsgruppe. Ein Einstieg ist nach einem Erstgespräch jederzeit möglich.

  • Leinenführigkeit und Abrufen in jeder Situation
  • Ruhige Begegnungen mit fremden Hunden und Menschen
  • Sicheres Verhalten im Alltag – vom Bahnhof bis ins Restaurant
Pflichtkurs: Infos & Anmeldung

Mini-Ratgeber

Was bei uns den Unterschied gemacht hat, in kleinen Häppchen. Kein Ersatz für ein gutes Training – aber vielleicht ein Aha-Moment.

Klarheit schlägt Lautstärke

Bei uns war’s nicht «mehr reden = mehr Erfolg», sondern genau umgekehrt. Gerade bei einem vorsichtigen Hund bringt das spürbar Ruhe – und Ruhe macht Lernen erst möglich.

  • Klare Signale statt Dauerkommentar
  • Konsequent – aber fair
  • Wiederholung in echten Situationen, nicht nur daheim

Mehr wollen, weniger müssen

Der Hund soll nicht funktionieren müssen, sondern kooperieren wollen. Wenn du das sauber aufbaust, ändert sich die Stimmung komplett.

  • Motivation statt Dauerdruck
  • Verbindlichkeit gibt Sicherheit
  • Ein ruhiger Mensch führt einen ruhiger werdenden Hund

Tauschen statt wegnehmen

Wenn du dem Hund etwas aus dem Maul nehmen willst, entsteht schnell ein Konflikt. Das Tauschkonzept dreht das Spiel: Du bietest etwas Besseres, und der Hund lernt, dass Abgeben sich lohnt.

  • Abgeben wird positiv verknüpft
  • Weniger Machtkampf, mehr Kooperation
  • Praktisch beim Apportieren und im Alltag

Training dort, wo’s zählt

Drinnen ist vieles einfacher. Draussen zählt’s: Gerüche, andere Hunde, Menschen. Darum sind Gruppenlektionen so wertvoll – du übst echte Situationen, bevor es im Alltag «komisch» wird.

  • Realistische Ablenkung im kontrollierten Rahmen
  • Feedback, bevor sich Fehler einbrennen
  • Stabilität entsteht über Zeit, nicht über ein Wochenende

Kleine Checkliste, wenn du neu startest

Drei Dinge, die ich heute sofort machen würde: früh eine klare Linie aufbauen, dranbleiben – auch wenn’s mal «nöd so rund» läuft – und Hilfe holen, bevor du im Alltag nur noch reagierst statt führst.

  • Starten: Junghunde oder Welpengruppe
  • Pflicht erfüllen: obligatorischer Hundekurs
  • Stabilisieren: Erwachsene Hunde

Fichtlmeier: Vertiefung & Material

Wer tiefer eintauchen will, findet Anton Fichtlmeier selbst online, dazu Onlinekurse und Bücher.

Spezialkurse – wenn du Lust auf mehr hast

Wenn die Basis sitzt, machen passende Spezialkurse richtig Spass, ohne den Hund unnötig hochzufahren. Von Fährtenarbeit bis zum Erste-Hilfe-Seminar.

Zu den Spezialkursen
Andi mit Ayka im Schnee

Über mich, ganz kurz

Ich bin Familienvater, Unternehmer im IT-Bereich und – eher unerwartet – durch Ayka in der Hundewelt gelandet. Diese Seite ist mein Versuch, das Wichtigste in Klartext zu sagen: Hundeschule ist Vertrauenssache. Ein sauberer Aufbau spart später Nerven – bei Mensch und Hund.

Hundeschule Tandem – Kontakt

Wenn dich unsere Geschichte angesprochen hat: Melde dich direkt bei Gerry. Nach einem persönlichen Erstgespräch ist der Einstieg jederzeit möglich.

Trainingsplatz
Bahnhofstrasse
8553 Mettendorf TG